Die Trail Games haben es bewiesen; Trails mit Zeitnahme fahren und dabei trotzdem eine Menge Spass haben sind zwei Dinge, die sich nicht widersprechen! Die Veranstaltung in St. Moritz ist kein klassisches Enduro-Rennen, bei dem es nur auf die Bestzeit ankommt. Vielmehr geht es an den drei Tagen darum, das kompletteste Mountainbike-Team zu finden.

Alto Bar auf Chantarella – photo by Filip Zuan

Teamgeist beim Fopettas Flowtrail – photo by Filip Zuan

Ben und ich starteten als #teamherbert in der Kategorie Duo Mixed. Insgesamt traten 108 Teilnehmer an und gaben ihr bestes um die verschiedenen Aufgaben bestmöglich zu bewältigen.

Ben und Tina ready zur ersten Aufgabe – photo by Filip Zuan

Trail Games – Wie funktioniert das?

Über elf verschiedene Stages galt es während drei Tagen folgende Prüfungen zu absolvieren:

Flowbrother: Alle Team-Mitglieder müssen unabhängig voneinander die gleiche Zeit auf einem Trail fahren.

Angie Hohenwarter mit den Galmarini Brüdern – photo by Filip Zuan

Need to Repeat: Ein Trail wird zweimal gefahren. Es gilt exakt die gleiche Zeit vom ersten Mal zu treffen.

Catch the Time: Es stehen drei realistische Zeiten zur Auswahl, um einen Trail zu durchfahren. Nach Auswahl einer der Zeit, gilt es diese so genau wie möglich zu treffen.

Wie gut haben wir uns eingeschätzt? – photo by Filip Zuan

Am laufenden Trail: Auf und neben dem Trail sind verschiedene Gegenstände platziert. Es gilt den Trail innerhalb einer maximalen Zeit abzufahren und so viele Gegenstände wie möglich zu entdecken und anschliessend zu nennen.

Enduro-Team: Hier kommt es ausnahmsweise auf pure Schnelligkeit an. Im Team muss der vorgegebene Trail so schnell wie möglich bewältigt werden. Die „langsamste“ schnellste Zeit geht in die Wertung ein.

Ben im Wald von Pontresina – photo by Filip Zuan

Safety-Ride: Mit wenigen vorgegebenen Hilfsmitteln muss ein rohes Ei am Lenker befestigt werden und damit ein Trail möglichst schnell befahren werden, ohne dass das Ei kaputt oder verloren geht.

Pumptrack-Challenge: Auf dem Pumptrack eine gute Zeit erzielen (Pedalumdrehungen bedeuten Punktabzug)

Aufgabe; safetyride- photo by Filip Zuan

Aufgabe; pumptrack – photo by Filip Zuan

Abwechslungsreiches Wetter und Sonderprüfungen

Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung war die „Alto-Bar“ bei der Mittelstation der Chantarella Bahn. Der Vielfalt der Trails waren keine Grenzen gesetzt – vom Flow Trail bis hin zum hochalpinen Trail auf über 3000 Meter Höhe bieten die Trail Games alles. Dementsprechend spannend gestalteten sich die jeweiligen Aufgaben, passend abgestimmt auf jeden Trail. Auch das Wetter war gelinde gesagt, vielfältig. Schneite es am Freitag, so wurde Petrus von Tag zu Tag gnädiger und bescherte uns am Sonntag sogar wieder sommerliche Temperaturen um die 25 Grad.

Am Start bei Trais Flours – photo by Filip Zuan

Ben auf dem Fopettas Flowtrail – photo by Filip Zuan

Sonntag war Traumwetter – photo by Filip Zuan

Wer Race-orientiert unterwegs ist, sollte sich lieber eine andere Veranstaltung suchen – Schnelligkeit alleine bringt nämlich bei dieser Form von „Wettkampf“ nichts. Nur wer sich selber und seinen Teampartner richtig gut einschätzen kann, gewinnt am Ende die meisten Punkte. In unserem Fall auch noch zu erwähnen – wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Die Regeln werden bereits am ersten Tag klar ausgeschildert, es lohnt sich diese genau zu lesen und danach zu fahren. Ben und ich sind teilweise etwas sehr unorganisiert an die Sachen heran gegangen und sind glatt bestraft worden dafür – am Ende reichte es eben doch nur zu Platz 4.

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung – photo by Filip Zuan

Hotel Palü – gemacht für Biker

Nach den langen Tagen draussen bei wechselhaftem Wetter und anstrengenden Spielen, waren wir jeweils froh in unser tolles Hotel zurückzukehren. Wir genossen den Luxus vom Herbert.Bike Hotel Palü in Pontresina. Das Hotel bietet alles was das Bikerherz begehrt.

photo by Hotel Palü

Der Wäscheservice war das Highlight; jeden Tag hatten wir am Morgen wieder frisch gewaschene Kleidung und mussten so nicht endlos viel Gepäck mit schleppen. Gerade bei so wechselhaftem Wetter wie während dieser drei Tage war das für uns ein wichtiger Punkt bei der Wahl der Unterkunft.

Nächstes Mal Podium?

Es war ein sehr gut organisierter Event mit einer ausgelassenen Stimmung. Niemals hätten wir gedacht, dass das Ganze so entspannt und spassig abläuft. Wir danken an dieser Stelle den Veranstaltern Bike Projects GmbH und Engadin Mountains und vor allem auch David Spielmann für die tolle Organisation. Sehr gerne kommen wir nächstes Jahr wieder – natürlich mit einer Top 3 Platzierung als klares Ziel ;-).

Alle Gewinner der Trail Games 2017 – photo by Filip Zuan